Eine Kritik aus dem Schenefelder Tageblatt, geschrieben am Freitag, 20.06.08 von Eike Pawelko

Prägnant und mit Pfeffer durch die leichte Muse
Schenefeld: „Operettenchor Hamburg“ liefert Galavorstellung

Sie sind schon auf hohem Niveau gestartet. Und sie werden immer besser. Das bewiesen die Akteure des „Operettenchors Hamburg“ bei ihrer Galavorstellung vor knapp 200 Besuchern im Forum.

Riesenkompliment an den „Operettenchor Hamburg“ und vor allem an dessen Chefin, Vollblut-Musikerin Doris Vetter. Sie stellt nicht nur hörbar hohe Ansprüche an das Ensemble., sie schafft es offenbar auch, ihre Leute immer wieder zu motivieren.

Das Ergebnis: Mehr als 40 Sänger klangen wie ein einziges großes „Instrument“. Hoch konzentriert reagierten die Amateure – denn das sind sie schließlich – auf die expressiven Gesten, mit denen Vetter ihre Intonationsvorgaben in die Luft malte. Das hartnäckige Feilen an Phrasierung und Dynamik hatte sich gelohnt: Der Gesamtklang wirkte noch sauberer, prägnanter und facettenreicher als im Jahr zuvor. Vom Zungenbrecher „Donner und Blitz“, einer Schnellpolka aus der Feder von „Walzerkönig“ Johann Strauß junior, bis zu den abschließenden „Operettenchor-Highlights“ mit Ohrwürmern des Genres von „Gräfin Mariza“ bis „My Fair Lady“.