Eine Kritik aus den Itzehoer Nachrichten, geschrieben am Montag, 25. September 2006 von Petra A. Kaminsky

Itzehoe – Die Honneurs zuerst dem Gastchor, dem „Operettenchor Hamburg“: Er präsentierte dem Publikum im vollbesetzten Theater einen flotten, unterhaltsamen Strauß bekannter Operetten-Melodien mit derartig viel Schwung, dass das vorwiegend ältere Publikum vor Vergnügen pfiff, johlte und mit den Füßen trampelte. Das Auftreten und die Ausstrahlung dieses erst vor zwei Jahren gegründeten Chors wird initiiert vom mitreißenden Charme seiner Dirigentin und Vorsängerin Doris Vetter.

Sie bringt es mit ihren diszipliniert, freudig und vital singenden 12 Männern und 22 Frauen fertig, die verkitschtesten Operettentexte („Ich will in Deinen starken Händen happy enden“) mit einem Hauch von Selbstironie zu umgeben. Die musikalischen Effekte werden akzentuiert im Dienste der Textverständlichkeit eingesetzt. Dieser Chor entstaubt Texte und Melodien aus den Operetten eines Johann Strauß, Fred Raymond, Carl Millöcker, Emmerich Kálmán, Paul Abraham und Franz Lehár durch die schmissige Präsentation, allen vorweg die singende Dirigentin, ein Temperamentsvulkan. Begleitet wird dieser farbenprächtig auftretende Chor von der ausgezeichneten Pianistin Patrycja Krawczynska.